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Wie findet man einen Job und setzt seine Kompetenzen in einem sich wandelnden Arbeitsmarkt in Szene?

Der französische Arbeitsmarkt befindet sich in einer Phase der Neuausrichtung. Die Spannungen bei der Personalbeschaffung haben nach mehreren Jahren des Anstiegs begonnen, sich …

Femme professionnelle en blazer navy révisant son CV à son bureau dans un environnement de bureau moderne

Der französische Arbeitsmarkt befindet sich in einer Phase der Neuausrichtung. Die Engpässe bei der Personalgewinnung, die nach mehreren Jahren des Anstiegs 2024 erstmals zurückgingen, sind laut einer von der Unédic aufgegriffenen Analyse der Dares dennoch weiterhin in Branchen wie dem Baugewerbe, der Mechanik, der Metallverarbeitung, der Instandhaltung und dem Gesundheitswesen deutlich spürbar.

Gleichzeitig haben sich die Regeln für den Zugang zum persönlichen Weiterbildungskonto (Compte personnel de formation, CPF) mit dem Haushaltsgesetz für 2025 geändert: Maßnahmen zur Begleitung bei der Unternehmensgründung wurden von der Förderung ausgeschlossen. Diese gleichzeitigen Veränderungen wirken sich darauf aus, wie sich Bewerber positionieren und ihre Fähigkeiten zur Geltung bringen können.

Branchenspezifische Engpässe und Beschäftigung: Warum der Standort ebenso wichtig ist wie der Beruf

Wenn Arbeitgeber ein Einstellungsverfahren abbrechen, begründen sie dies häufig mit fehlenden Kompetenzen, mangelnder Erfahrung oder unzureichender Ausbildung der Bewerber. Diese von der Unédic dokumentierte Feststellung bedeutet nicht, dass alle Stellen mangels geeigneter Bewerber unbesetzt bleiben. Die Lage ist differenzierter: Die Engpässe unterscheiden sich je nach Beruf und Region erheblich.

Ein in der Île-de-France gesuchter Instandhaltungstechniker trifft auf einen anderen Arbeitsmarkt als ein Instandhaltungstechniker in einer mittelgroßen Stadt. Wer die gewünschte Arbeitsmarktregion mit dem Engpassniveau des jeweiligen Berufs abgleicht, kann seine Bemühungen auf Bereiche konzentrieren, in denen die Nachfrage das Angebot an Bewerbern tatsächlich übersteigt.

Ein Blick auf die Kontakte und Verträge von Club Formation Digital kann dabei helfen, Branchen zu finden, in denen der Bedarf an Fachkräften weiterhin hoch ist – insbesondere in Berufen rund um digitale Technologien und berufliche Weiterbildung.

Mann schüttelt bei einem Vorstellungsgespräch in einem professionellen Besprechungsraum dem Personalverantwortlichen die Hand

Gezielte Bewerbung auf dem Arbeitsmarkt: Kompetenzen mit den Anforderungen der Stelle verknüpfen

Unangepasst möglichst viele Bewerbungen zu verschicken, bringt zunehmend weniger Erfolg. Die verfügbaren Daten zu abgebrochenen Einstellungsverfahren zeigen, dass das Problem nicht allein in der Sichtbarkeit des Lebenslaufs liegt. Entscheidend ist, wie gut die beschriebenen Kompetenzen zu den konkreten Anforderungen der Stellenanzeige passen.

Dazu müssen Erfahrungen in die Sprache der Arbeitgeber übersetzt werden. Wer beispielsweise in einem gemeinnützigen Verein Projekte geleitet hat, bringt Kompetenzen in Koordination, Budgetkontrolle und Berichterstattung mit, die sich direkt auf eine Stelle in einem Unternehmen übertragen lassen. Bewerber, die diesen Zusammenhang in ihrer Bewerbung deutlich machen, erleichtern es Personalverantwortlichen, ihre Erfahrungen einzuordnen.

Wonach Personalverantwortliche oft vergeblich suchen

Die Diskrepanz zwischen den verfügbaren Bewerberprofilen und den zu besetzenden Stellen ist nicht allein eine Frage des Gehalts. Sie zeigt auch, dass Bewerber ihre Fähigkeiten in den Unterlagen oft nicht klar genug darstellen.

Drei Ansätze machen eine Bewerbung aussagekräftiger:

  • Jede Berufserfahrung anhand messbarer Ergebnisse oder konkreter Verantwortlichkeiten beschreiben, statt allgemeine Stellenbezeichnungen zu verwenden.
  • Übertragbare Kompetenzen wie Prioritätenmanagement, Kundenbetreuung oder Datenanalyse herausarbeiten und mit der in der Stellenanzeige verwendeten Sprache verknüpfen.
  • Berufsprofile auf Plattformen wie dem Emploi Store von France Travail heranziehen, um zu prüfen, ob die verwendeten Begriffe den Branchenstandards entsprechen.

CPF und berufliche Weiterbildung: Was sich für Bewerber in der beruflichen Neuorientierung geändert hat

Mit Artikel 190 des Haushaltsgesetzes für 2025 wurden Maßnahmen zur Begleitung und Beratung bei der Gründung oder Übernahme eines Unternehmens aus dem Förderumfang des CPF herausgenommen. Für Bewerber, die eine berufliche Neuorientierung mit anschließender Unternehmensgründung geplant und über ihr CPF finanziert hatten, ändert sich dadurch die Finanzierungsplanung ganz konkret.

Laut einer Untersuchung von Le Monde haben die verschiedenen CPF-Reformen vor allem Arbeiter und Angestellte benachteiligt, die das Angebot für kurze, berufsqualifizierende Weiterbildungen nutzten.

Welche Förderangebote weiterhin zur Verfügung stehen

Eine Kompetenzbilanz und die Anerkennung beruflich erworbener Kompetenzen (validation des acquis de l’expérience, VAE) können weiterhin über das CPF finanziert werden. Die Beratung zur beruflichen Entwicklung (conseil en évolution professionnelle, CEP) bleibt kostenlos und steht allen Erwerbstätigen offen – unabhängig davon, ob sie beschäftigt oder auf Arbeitssuche sind. Mit der CEP können Bewerber gemeinsam mit einem Berater den Arbeitsmarkt und seine Entwicklungen analysieren, ohne sich finanziell zu verpflichten.

Eine weitere Möglichkeit bietet die von France Travail angebotene Bewertung beruflicher Kompetenzen und Kenntnisse (évaluation des compétences et connaissances professionnelles, ECCP). Während eines halben oder ganzen Tages führt ein zugelassener Anbieter Tests durch und erstellt eine Bilanz der vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Dabei können Kompetenzen sichtbar werden, die sich auch in Berufen einsetzen lassen, an die der Bewerber bisher nicht gedacht hatte.

Junger Berufstätiger erweitert seine Kompetenzen auf einer Online-Plattform in einem Coworking-Space

Beschäftigungsfähigkeit und Beobachtung des Berufsmarkts: Die Jobsuche an den Signalen des Arbeitsmarkts ausrichten

Beschäftigungsfähigkeit bedeutet nicht einfach, möglichst viele Weiterbildungen zu absolvieren. Sie hängt davon ab, die Signale des Arbeitsmarkts zu erkennen und die eigene Positionierung an den tatsächlichen Bedürfnissen der Arbeitgeber auszurichten.

Wer die Stellenangebote der eigenen Branche auch ohne aktive Jobsuche im Blick behält, erkennt, welche Kompetenzen besonders häufig gefragt sind. Die Beobachtung des Berufsmarkts macht sichtbar, wo das eigene Profil noch nicht den Erwartungen des Arbeitsmarkts entspricht.

Die von der Dares ermittelten Engpassberufe – etwa im Baugewerbe, in der Mechanik, der Instandhaltung und im Gesundheitswesen – sind nicht die einzigen betroffenen Bereiche. Auch in der Digitalbranche, der Logistik und der sozialen Betreuung besteht regelmäßig hoher Personalbedarf. Wer diese Entwicklungen in der eigenen Region dokumentiert, hat einen konkreten Vorteil bei der Planung des nächsten beruflichen Schritts.

Die Jobsuche lässt sich am besten als strukturiertes Vorhaben mit messbaren Zielen angehen: etwa mit einer bestimmten Zahl gezielter Bewerbungen pro Woche, angestrebten Vorstellungsgesprächen und der Auswertung von Rückmeldungen. Eine gezielte Bewerbung bringt mehr als zehn allgemeine Bewerbungen. Öffentliche Angebote wie Emploi Store, Mon Passeport Compétences und CEP unterstützen diesen Prozess. Wie wirksam sie sind, hängt jedoch davon ab, wie klar das berufliche Ziel zuvor definiert wurde.

Wie findet man einen Job und setzt seine Kompetenzen in einem sich wandelnden Arbeitsmarkt in Szene?